Gesundheit

Kastration – Versuch einer Entscheidungshilfe

Immer wieder werden Diskussionen geführt zum Thema Kastration – Frühkastration. Da ich selbst der Meinung bin, dass eine Kastration/Frühkastration, wie Sie in der Zwischenzeit sogar von vielen Tierärzten befürwortet wird, für den Hund nichts Gutes bedeutet, habe ich mich entschlossen den folgenden Text auf meiner HP zu veröffentlichen.

Ein Bericht von Udo Gansloßer

Die Frage nach einer möglichen Kastration wird fast jedem Hundehalter früher oder später durch den Sinn gehen. Viele Medienberichte, aber auch Empfehlungen von Hundetrainer/innen, Tierärzt/innen und anderen, die es eigentlich besser wissen sollten, empfehlen die Kastration aus verschiedenen Gründen. Sie wird dabei genauso als Allheilmittel für viele Verhaltensprobleme wie auch als Möglichkeit zur Vermeidung von Tumorerkrankungen propagiert. Auch viele Tierschutzvereine und -Organisationen fordern, verlangen geradezu in ihren Übernahmeverträgen die routinemäßige Pauschalkastration aller von ihnen vermittelten und abgegebenen Hunden.

Nur selten wird der Hintergrund dieses massiven Eingriffs beleuchtet, und noch viel weniger oft werden differenzierte, auf den Einzelfall abgestimmte Empfehlungen gegeben. Im Folgenden sollen einige solcher Bedenken vorgebracht werden.Die Frage nach einer möglichen Kastration wird fast jedem Hundehalter früher oder später durch den Sinn gehen. Viele Medienberichte, aber auch Empfehlungen von Hundetrainer/innen, Tierärzt/innen und anderen, die es eigentlich besser wissen sollten, empfehlen die Kastration aus verschiedenen Gründen. Sie wird dabei genauso als Allheilmittel für viele Verhaltensprobleme wie auch als Möglichkeit zur Vermeidung von Tumorerkrankungen propagiert. Auch viele Tierschutzvereine und -Organisationen fordern, verlangen geradezu in ihren Übernahmeverträgen die routinemäßige Pauschalkastration aller von ihnen vermittelten und abgegebenen Hunden. Nur selten wird der Hintergrund dieses massiven Eingriffs beleuchtet, und noch viel weniger oft werden differenzierte, auf den Einzelfall abgestimmte Empfehlungen gegeben. Im Folgenden sollen einige solcher Bedenken vorgebracht werden.

Kastration ist kein Ersatz für Erziehung. Wer glaubt, durch Kastration Probleme einfach chirurgisch wegschneiden lassen zu können, liegt garantiert falsch.

Eine sogenannte Frühkastration, und darunter verstehen wir alles was vor dem Abklingen der Pupertät passiert, ist abzulehnen ( es sei denn, medizinische Gründe sprechen im Einzelfall unbedingt dafür). Frühkastrationen führen nach allen einschlägigen Erfahrungen zu chaotisch-unsicheren, meist lebenslang kindsköpfigen Hunden, die auch im Bezug auf ihre geistige Leistungsfähigkeit nicht voll ausgereift sind. Das hat mit der Entwicklung des Gehirns zu tun, wo unter dem Einfluss des Sexualhormonanstiegs in der Pubertät nochmals Nervenverknüpfungen und Zellverbindungen bzw. überflüssige Zellareale abgebaut werden.

Eine pauschale Kastrationsempfehlung verstößt gegen das Tierschutzgesetz. Der §6, das sogenannte Amputationsverbot, verbietet einem Tier Organe einfach so wegzuschneiden. Wer glaubt, hier das Argument der Fortpflanzungskontrolle anführen zu können, sei darüber informiert, dass nach dem Tierschutzbericht der Bundesregierung vonn 1999 die Gefahr einer ungehinderten Fortpflanzung, wie sie im Gesetz als Begründung für Kastrationen als Ausnahme zugelassen wird, bei Familienhunden in geordneten Verhältnissen nicht als gegeben angesehen wird. Hier ist die Einzelfallentscheidung ebenfalls dringend gefordert. Damit sind auch Verträge, die solche Forderungen stellen, nach einschlägigen Gerichtsentscheidungen nichtig. Im Zweifelsfall sollte ein Anwalt hinzugezogen werden, wenn ein Tierheim oder Tierschutzverein auf der Einhaltung solcher Verträge besteht, oder gar mit der Wiederwegnahme des Hundes bei Nichtkastration droht.

Medizinische Einzefallentscheidungen werden im Folgenden nicht diskutiert. Bei beiden Geschlechtern gibt es Veränderungen an den Geschlechtsorganen oder an anderen lebenswichtigen Organen, die im Einzelfall eine Kastration erforderlich machen. Jedoch sollte auch in diesem Falle beachtet werden, dass das Verhalten, der Stoffwechsel und andere Eigenschaften des kastrierten Hundes sich trotzdem ändern. Nur weil man nicht anders konnte und die Entscheidung aus medizinischen oder therapeutischen Gründen wirklich für die Kastration fallen musste, enthebt den Halter nicht der Verplichtung, sich bezüglich Ernährung, Verhaltensbeeinflussung und anderer Faktoren auf das geänderte Wesen seines Hundes einzustellen, und den möglichen nachteiligen Wirkungen gegenzusteuern. Ganz wesentlich ist in diesem Zusammenheng auch die Frage der Ernährung. Stoffwechselphysiologisch wird der Hund in vieler Hinsicht hier schlagartig zum Senior. Erhöhter Bedarf an leicht verdaulichen bzw. biologisch hochwertigen Proteinen, reduzierter Kalorienbedarf, mehr Ballaststoffe und, speziell bei Hündinnen, erhöhter Mineralbedarf zur Vorbeugung von Osteoporose seien hier stellvertretend genannt.

Letztlich sei auch betont, dass in Vorschriften, sei es der Gefahrhundeverordnung, Zuchtempfehlungen etc. normalerweise nur von einer Fortpflanzungsunfähigkeitsmachung die Rede ist. Dazu muss nicht kastriert werden. Es gibt andere Möglichkeiten der dauerhaften Unterbindung der Fortpflanzungsmöglichkeit, die diese Forderungen auch erfüllen. Hat man also einen Hund, der als Träger eines Erbdefektes, als sogenannter Listenhund, oder einfach als Hausgenosse eines ebenfalls intakten Hundes des anderen Geschlechts nicht zur Fortpflanzung kommen soll, dann gibt es dafür die Möglichkeit der Sterilisation.

Damit wären wir gleich bei einem der wichtigsten Begriffe. Kastration bedeutet bei beiden Geschlechtern die Entfernung der Geschlechtsrgane und somit auch die Entfernung der wichtigsten Drüsen für die Produktion von Sexualhormonen. Die Geschlechtsorgane sind jedoch nicht die einzigen Hormondrüsen, die Geschlechtshormone produzieren. Auch die Nebennierenrinde produziert Geschlechtshormone, insbesondere produziert sie auch das Hormon des >>anderen Geschlechts<<, also Testosteron bei weiblichen und in gewissem Umfang Östrogene bei männlichen Tieren. Sterilisation dagegen bedeutet in beiden Geschlechtern die Unterbindung, sei es durch Herausnehmen, Abbinden, Klipp oder andere Maßnahmen, der ausführenden Gänge, also des Eileiters bzw. Samenleiters. Damit bleiben die Geschlechtsorgane intakt, die Geschlechtshormon-Produktion wird weiter geführt, aber eine Zeugung von Nachwuchs ist zuverlässig unterbunden. Dieser Eingriff ist bei männlichen Hunden absolut unproblematisch und Routine, bei weiblichen ist er mit gewissen Vorsichtsmaßnahmen zu verbinden und hat ein etwas höheres Nachfolgerisiko, auch dieses ist jedoch durchaus im tragbaren Rahmen. Die folgende Auflistung von Verhaltensproblemen, bei denen eine Kastration empfohlen wird und eine Kurzstellungnahme dazu, ob die Kastration hier wirklich Erfolg haben könnte, basiert zum Teil auf den statistischen Erhebungen der sogenannten Bielefelder Studie (Näheres siehe Niepel 2007), zum Teil auf hormonphysiologischen Grundlagenarbeiten oder auf anderen Veröffentlichungen mit Erfahrungsberichten beim Hund. Auch die Praxis und Alltagserfahrungen vieler Hundetrainer/innen, die Fallbeispiele in Seminaren beigetragen haben, runden dieses Bild ab. Da die Gegebenheiten bei Rüden und Hündinnen etwas unterschiedlich sind, wird die folgende Liste nach Geschlechtern getrennt aufgeführt. Männliche Hunde sind hormonphysiologisch und im Verhalten etwas einfacher zu beurteilen, daher beginnen wir mit dem Rüden:

Eine häufig genannte Begründung ist das Auftreten von Agressions- bzw. Dominanzverhalten. Diese pauschale Aussage muss jedoch, aus verhaltensbiologischer wie auch hormoneller Sicht, sehr viel differenzierter betrachtet werden. So gilt es als absolut ungeeignet, Tiere, die aus Angst, Unsicherheit oder gar Panik zu Agressionsanfällen neigen, zu kastrieren. Die Sexualhormone haben nämlich im Gehirn auch noch eine angstlösende Wirkung und wenn diese wegfällt, werden Panik- und Angstattacken noch schlimmer.

Ebenso differenziert ist die Auswirkung einer möglichen Kastration auf das sogenannte Streunen zu betrachten. Die Tendenz männlicher Säugetiere, auch Hunde, ein stärkeres Patroulierverhalten im Revier zu zeigen, größere Streifgebiete zu nutzen, diese regelmäßig ablaufen, zu kontrollieren und zu markieren wird zwar unter dem Einfluss der Sexualhormone im Gehirn angelegt, diese Beeinflussung der entsprechenden Zentren im Gehirn geschieht jedoch, nach allem was wir wissen, bereits vor der Geburt. Einzig und allein das konkrete „Ausbüchsen“ des Rüden bei direkter Anwesenheit einer läufigen Hündin in der Nachbarschaft kann, weil unmittelbar sexuell motiviert, durch Kastration eventuell verringert werden.

Ebenso verhält es sich mit dem eigentlichen Sexualverhalten durch Aufreiten und Paarungsbewegungen. Dieses Verhalten, das häufig als Dominanz- oder Hypersexualitätsverhalten bezeichnet wird, ist nicht immer unter dem Einfluss der Sexualhormone. Es kann sich um eine Bewgungsstereotypie zum Stressabbau handeln, um eine Art fehlgeleiteten Besitzanspruch gegenüber dem/der Halter/in, oder in seltenen Fällen tatsächlich um Ausbildung einer Rangordnung. Vielfach aber ist es einfach nur Spiel, insbesondere wenn es zwischen mehreren Hunden in einer etablierten Gruppe auftritt. Durch Kastration ist im Wesentlichen nur derjenige Teil des Sexualverhaltens, der echt sexuelle Motivation zur Grundlage hat. Ob dies im Einzefall der Fall ist, muss durch Analyse der auftretenden Situationen mit professioneller Hilfe geklärt werden. Ebenso ist zu beachten, dass, wie das in der Verhaltensbiologie allgemein bekannte Prinzip der „doppelten Quantifizierung“ aussagt, auch kastrierte Rüden bei Abwesenheit ihrer Sexualhormone dann vollständiges Paarungsverhalten einschließlich dem abschließenden Hängen zeigen können, wenn sie von einer läufigen Hündin entsprechend stark motiviert werden. Solche Fälle treten selbst jahrelang nach der Kastration noch auf. Dass Jagen und andere Verhaltensweisen durch Kastration nicht beeinflussbar sind, sollte nach dem oben Gesagten über die Wirkungen der  Sexualhormone sowieso klar sein.

Auch das sogenannte Dominanzverhalten des Hundes gegenüber dem/der Halter/in ist meist nicht durch Wegnahme der Sexualhormone zu beeinflussen. Umso mehr gilt dies, weil das meiste als Dominanzverhalten interpretierte Verhalten eines Hundes auf mangelnden Führungsanspruchs des Menschen und nicht auf Dominanzbestreben des Hundes selbst zurückzuführen ist. Als durch Kastration positiv beinflussbare >>Problemverhalten<< verbleiben daher beim Rüden nur zwei Bereiche: Eine wirkliche Hypersexualisierung, meist bei kleineren und/oder stark Adrenalin gesteuerten, also extrovertierten und nervösen Rassen, wobei dann die Einzelfallbeurteilung erfolgen müsste, ob es sich wirklich um Sexualverhalten handelt.Rangordnungs- und Status-Auseinandersetzungen regelmäßiger Art mit anderen Hunden, insbesondere anderen männlichen Hunden. Die Möglichkeit, durch eine sogenannte chemische Kastration die Wirkung der Wegnahme von Testosteron zu simulieren und dadurch einen Rüden zu beurteilen, wie er sich nach der echten, chirurgischen Kastration entwickeln würde, ist heute glücklicherweise zuverlässig gegeben. Es handelt sich um ein Hormonimplantat, das die Ausschüttung aller Sexualhormone über einen Zeitraum von mehreren Monaten zuverlässig unterbindet. Dieses Präparat hat im Regelkreis des Hormonhaushalts etwa die gleiche Wirkung wie das Anzünden eines offenen Feuers in einem durch Zentralheizung beheizten Zimmer. Nach anfänglicher Überhitzung des Raumes schaltet sich die Heizung vollständig aus, nach verglimmen des Feuers bleibt es lange Zeit kalt, bevor der Thermostat wieder anspringt. Dieses Beispiel erklärt, was bei der Implantation des GnRH- Down Regulationschips im Hormonhaushalt passiert. Zu beachten ist lediglich, dass in den ersten Wochen nach der Implantation eine starke Vermehrung der Testosteron-Produktion einsetzt, in dieser Zeit muss der Hund entweder zuverlässig kontrolliert oder durch ein zusätzliches Medikament wieder eingestellt werden. Danach findet man jedoch über einen Zeitraum von mehreren Monaten zuverlässig genau die Verhaltensänderungen, die auch bei einer echten Kastration eintreten würden, und kann beurteilen, welche Folgen der Eingriff langfristig haben würde. Zu beachten ist des weiteren, dass, auch wenn die Kastration erfolgt ist, eine Reihe von Veränderungen im Körperbau eines kastrierten männlichen Tieres auftreten. Dies betrifft z.B. verringerten Muskelaufbau, Lockerung des Bindegewebes ( was auch Bänder und Gelenkskapseln betreffen kann) und Fellveränderungen. Ebenso ist der verringerte Grundenergiebedarf eines kastrierten Tieres zu beachten. Man könnte also ohne weiteres sagen, dass ernährungs- und stoffwechselphysiologisch der kastrierte Hund schlagartig zum Senior wird und auch mit entsprechend geänderter Nahrung verpflegt werden muss.

Komplizierter liegen die Verhältnisse bei den weiblichen Hunden. Dazu trägt vor allem bei, dass wir hier mit mehreren Sexualhormonen zu tun haben, die im Laufe des sogenannten Läufigkeitszyklus zu unterschiedlichen Zeiten ausgeschüttet werden. Ohne hier in die Details einsteigen zu wollen, sei kurz auf das Phänomen der sogenannten Scheinschwangerschaft eingegangen. Es ist ein generelles Merkmal aller Hundeartigen, nicht nur des Haushundes, dass eine Hündin nach erfolgter Läufigkeit zunächst in den Zustand einer Scheinschwangerschaft versetzt wird. Dies ermöglicht den Hündinnen eines Rudels, auch dann in der Welpenpflege und Jungtierbetreuung mit eingesetzt zu werden, wenn sie selbst keinen Nachwuchs haben. Dieser zunächst durch das Scheinschwanger- schaftshormon Progesteron ausgelöste Zustand der Scheinschwangerschaft ist unter anderem verantwortlich für die etwas ruhigere, oft auch anlehnungs- und nähebedürftigere Verhaltensänderung der Hündin nach der sogenannten Stehphase, also der Zeit des Eisprungs und der Begattungsfähigkeit. Nach ca. 2 Monaten wird dieser, vom Schwangeschaftshormon Progesteron-gesteuerte Teil der echten Scheinschwangerschaft abgelöst von dem Teil, der den Hundehaltern/innen viel stärker auffällt, nämlich den vom Elternhormon Prolaktin gesteuerten Teil, den man viel besser als Scheinmutterschaft bezeichnen sollte.

Hierbei kommt es dann zu den bekannten Erscheinungen von Gesäugevergrößerung, Milchproduktion, Qietschtier hüten, Wurfhöhlen graben und anderen. Weniger bekannt ist, dass dieser zweite Teil, die Scheinmutterschaft, auch ohne vorangegangene Läufigkeit auftreten kann, nämlich dann wenn z.B. die Besitzerin schwanger wird, ein neues Baby oder ein neuer Hundewelpe ins Haus kommt, oder sonst in der unmittelbaren familiären Umgebung der Hündin irgendwas passiert, was sie geruchlich, durch Umgang mit einem Welpen oder in anderer Weise verhaltensbiologisch in Brutpflegestimmung versetzt. Häufig geschieht so etwas auch bei kastrierten Hündinnen. Dies ist verständlich, wenn man weiß, dass das Elternhormon Prolaktin eben aus der Hirnanhangdrüse stammt, und dass diese Hormonproduktion über Sinnesorgane oder andere Zentren des Gehirns auch direkt und ohne Verknüpfung mit den Geschlechtsorganen angesteuert werden kann. Ebenso ist, wie oben bereits beschrieben, zu beachten, dass die Nebennierenrinde der Hündin ebenfalls Sexualhormone produziert und zwar vorwiegend Testosteron. Es gibt bekanntermaßen Hündinnen, die einen sehr männlichen Typ repräsentieren, dies kann bis zum Beinchenheben beim Urin absetzen gehen, aber auch die Gestalt, die Bemuskelung, den Knochenbau und das Verhalten betreffen. Diese, meist durch vorgeburtliche Einflüsse während der Schwangerschaft vorbereitete etwas männlich wirkende Hündin wird durch eine Katsration eine ganz andere Entwicklung nehmen als ihre typisch weibliche, eher Östrogen gesteuerte Artgenossin. Daraus ergeben sich für die Hündin folgende Erwartungen, die auch wiederum durch die statistischen Ergebnisse der Bielefelder Studie und anderer Veröffentlichungen gestützt werden.

Kastration als Mittel zur Agressionskontrolle ist bei Hündinnen nur dann Erfolg versprechend, wenn es sich um Agressionsauffälligkeiten eindeutig im Zusammenhang mit dem Läufigkeitsdatum handelt. Nur Hündinnen, die vor und nach der Läufigkeit kurzzeitig aggressiv oder unleidig werden, können durch die Kastration eine Besserung erzielen. Hündinnen, die ganzjährig rüpelhaft mit anderen Hunden sich statusbezogen aggressiv auseinandersetzen, sind durch die Kastration in vielen Fällen sclimmer geworden, da dieses Verhalten nach Wegfall des körpereigenen weiblichen Sexualhormons dann durch das Testosteron aus der Nebennierenrinde noch verstärkt ausgeführt werden kann.

Genau wie beim Rüden sind die Verhaltenweisen der Jungtierverteidigung, der Partnerschutz- bzw. Eifersuchtsaggression und der Revierverteidigung bei Hündinnen vom Sexualhormonpegel unabhängig.

Ebenso; genau wie beim Rüden ist die durch die Angst, Unsicherheit oder Panik ausgelöste Aggression, oder auch andere Problemverhalten aus dem Bereich der Angst- und Unsicherheitssteuerung, nicht beeinflussbar. Die Bielefelder Studie hat in einigen Fällen eine Verbesserung der Angstproblematik bei Hündinnen nach der Kastration ergeben. Dies traf jedoch auch nicht auf alle Hündinnen zu, möglicherweise hängt es wiederum mit der Frage der Testosteron-Konzentration dieser speziellen Hündinnen zusammen. Eher östrogengesteuerte, typisch weibliche Hündinnen werden nach der Kastration möglicherweise ebenso wie Rüden unsicher werden, eher testosterongesteuerte, denen nach der Kastration die Nebennierenrinde einen erhöten Sexualhormonpegel verschaffen könnte, werden eventuell eine Verbesserung erzielen. Diese Vermutung ist jedoch noch nicht statistisch belegt.

Ebenso wie beim Rüden sind selbstverständlich Verhaltensweisen des Jagens und des Beutefangs völlig unabhängig von der Kastration.

Das Auftreten der unangenehmen, für Halter/innen und bisweilen auch Hündin störenden Erscheinungen der  Scheinschangerschaft und vor allem der Scheinmutterschaft ist nur dann unter Kontrolle der Sexualhormone und damit durch die Kastration beeinflußbar, wenn es sich um das regelmäßige zyklusbedingte Verhalten handelt. Anwesenheit von Babys, schwangeren Familienmitgliedern oder ähnlichen lässt die Scheinmutterschaft auch bei der Kastration noch auftreten.

Bei Hündinnen wird sehr oft als Begründung für eine vorbeugende Kastration die angeblich sehr starke Verringerung von Tumorrisiken angegeben. Nähere Untersuchungen und Statistiken von Wehrendt (zitiert und ausführlich behandelt bei Niepel 2007) lassen hier jedoch ein ganz anderes Bild entstehen. Risikofaktoren für das Entstehen von Tumoren, insbesondere Gesäugetumoren, sind nicht primär das Vorhandensein der intakten Geschlechtsorgane.

Vielmehr sind Fettleibigkeit und zu eiweißreiche Ernährung im ersten Lebensjahr oder das wiederholte hormonelle Unterdrücken der Läufigkeit hier als Risikofaktoren viel höher zu bewerten. Und die Auftretenswahrscheinlichkeit von diesen Tumoren in der Gesamtmasse der unkastrierten Hündinnen liegt nur bei weit unter 10%, so dass die dann im Folgenden immer genannten Zahlen von 80%iger Reduktion des Tumorrisikos auch in ganz anderem Licht zu betrachten ist. Abschließend sollte auch auf die sogenannte Leidensentstehung durch unerfüllte Sexualität bei Hunden nochmals eingegangen werden. Diese Erwartung, dass Hunde, egal welchen Geschlechts, leiden würden, wenn sie ihren Sexualtrieb >>nicht ausleben können<<, beruht auf falschen Einschätzungen. Untersuchungen an ausgewilderten Haushunden, aber auch vielen Wildhundarten zeigen eindeutig, dass die Mehrzahl der Rudelmitglieder in einem Familienverband kaum jemals bis gar nicht die Möglichkeit zur eigenen sexuellen Betätigung hat. Die Fortpflanzung ist nun mal bei Hundeartigen sehr stark mit der Rangposition gekoppelt. Daher ist für Hundeartige im Gegensatz zu unseren äffischen Verwandten (deren stammesgeschichtliches Erbe wir immer noch in uns tragen) völlig normal, dass ca. 80% der Erwachsenen in einem Rudel keine sexuelle Befriedigung erleben können. Gekoppelt mit der Tatsache, dass Sexualität wegen der kurzen Läufigkeitszeiten ohnehin nur zu einem sehr kleinen Teil des Jahres möglich wäre, führt dies bei Hundeartigen eben nicht zu einem erkennbar unzumutbaren Leidensdruck. Demgegenüber steht die wie oben gezeigt, doch sehr starke Beeinflussung von Verhalten und Körperbau eines Hundes nach der dauerhaften Entfernung der Geschlechtsorgane. Eine Kastration ist nun mal ein tiefgreifender Eingriff in den Hormonhaushalt und damit auch in verschiedene Verhaltens- und Persönlichkeitsbereiche des Tieres und sollte keineswegs leichtfertig, schon gar nicht aus Bequemlichkeit oder vorbeugend befürwortet werden. Selbstverständlich ist, dass eine Verhaltenskontrolle der Hunde insbesondere bei Läufigkeiten in ihrem normalen sozialen Umfeld erfolgen muss, um wirklich die Entstehung unerwünschten Nachwuchses zu verhindern. Dies sollten Hundehalter/innen jedoch auch ohne die Zwangsmaßnahme eines chirurgischen Eingriffs noch bewältigen können. Ebenso ist klar, dass bei Auffälligkeiten, insbesondere bei Hündinnen, bei sich stets verkürzenden Läufigkeits-Intervallen oder bei massiven, mit Entzündungen und anderen krankhaften Veränderungen z.B. des Gesäuges einhergehenden Scheinschwangerschafts- und Scheinelternschaftsproblemen ein Tierarzt konsultiert werden sollte. Glücklicherweise gibt es mittlerweile auch viele tierärztliche Praxen, in denen die Pauschalkastration nicht mehr empfohlen wird und die sich auch weigern, Frühkastration vorzunehmen. Allen Hundehaltern/innen kann nur empfohlen werden, sich solche Praxen für die Behandlung ihres vierbeinigen Familienmitglieds auszusuchen und sich die Entscheidung für oder gegen die Kastration nach reiflicher Diskussion unter Berücksichtigung der oben genannten und anderer allgemein zugänglicher Argumente intensiv zu überlegen.

 

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Giardiose

Giardiose ist bei Hunden die zweithäufigste durch Parasiten hervorgerufene Darmerkrankung. 70 % aller Welpen und Junghunde und mehr als 10 Prozent der erwachsenen Hunde sind von Giardien befallen. Diese Parasiten sind Einzeller, gehören also zu den primitivsten Lebewesen des Tierreiches. Einzeller bilden den Übergang von der Pflanze zum Tier, sind mikroskopisch klein und bestehen aus einer einzigen Zelle. Die Vermehrung erfolgt durch einfache Zweiteilung und kann daher rasch ein explosionsartiges Ausmaß erreichen. Einzeller bilden widerstandsfähige Dauerstadien (Zysten), die in der Außenwelt lange überleben. In feuchter, kühler Umgebung überleben die Zysten monatelang. Im Freien und im Zwinger gehaltene Hunde sind dadurch besonders gefährdet.

Giardiose ist bei Hunden die zweithäufigste durch Parasiten hervorgerufene Darmerkrankung. 70 % aller Welpen und Junghunde und mehr als 10 Prozent der erwachsenen Hunde sind von Giardien befallen. Diese Parasiten sind Einzeller, gehören also zu den primitivsten Lebewesen des Tierreiches. Einzeller bilden den Übergang von der Pflanze zum Tier, sind mikroskopisch klein und bestehen aus einer einzigen Zelle. Die Vermehrung erfolgt durch einfache Zweiteilung und kann daher rasch ein explosionsartiges Ausmaß erreichen. Einzeller bilden widerstandsfähige Dauerstadien (Zysten), die in der Außenwelt lange überleben. In feuchter, kühler Umgebung überleben die Zysten monatelang. Im Freien und im Zwinger gehaltene Hunde sind dadurch besonders gefährdet. 1g Kot kann 100.000 Zysten enthalten (zur Infektion genügen bereits 10). Es sind mehrere Kotuntersuchungen notwendig, da nicht bei jedem Kotabsatz Zysten ausgeschieden werden. Erst drei oder mehr negative Befunde schließen Giardienbefall aus. Auch Zweibeiner stecken sich mit Giardien an. Giardiose ist die häufigste Darmparasitose des Menschen. Kinder sind besonders gefährdet, weil sie einen sehr innigen Kontakt zum Haustier haben. Auch bei ihnen zeigt sich die Giardiose durch Durchfall, Mangelernährung und Wachstumsverzögerung. Umgekehrt werden auch Hunde durch den Menschen angesteckt. Oft passiert das Besuchs- und Therapiehunden in Alters- und Pflege- heimen. Eine nicht zu unterschätzende Übertragungsmöglichkeit sind Fliegen. Sie können Giardien-Zysten auf die Nahrung von Hund und Mensch verschleppen. Damit Hund und Mensch gesund bleiben, sollten Sie Folgendes beachten: • Behandeln Sie Ihren Hund in regelmäßigen Abständen (zumindest alle drei Monate) mit einem Mittel gegen Giardien. Die neue „Panacur Pet Paste” ist einfach einzugeben und wirkt auch gegen Würmer. • Halten Sie Futterschüssel und Wassernapf peinlich sauber. • Mit Kot verunreinigtes Futter oder Wasser sofort wegwerfen! • Reinigen Sie Hundeboxen oder Zwinger mit dem Dampfstrahlgerät. Anschließend gut trocknen lassen! • Achten Sie bei Kindern auf das Händewaschen nach dem Spielen im Sandkasten und nach dem Streicheln ihrer vierbeinigen Lieblinge.

Quelle: www.gesund-vital.at

Babesiose – verursacht durch die Auwaldzecke

Eine Gefahr die immer wieder unterschätzt wird. Wer hat noch nicht von Borreliose, Babesiose und Ehrlichiose gehört oder gelesen. Die Überträger sind Zecken: Der Holzbock (Ixodes ricinus), die braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) und die meist noch unbekannte in dem Bunde ist die Auwaldzecke (Dermacentor reticalatus). Aber welche Zecke überträgt welche Krankheit? Nicht jede Zecke ist Träger einer der oben aufgeführten Krankheiten. 

Die Auwaldzecke

  Babesiose wird von der noch unbekannten Auwaldzecke übertragen, insofern sie Träger des Virus ist. Die Auwaldzecke ist in Deutschland noch nicht sehr verbreitet in der letzten Zeit wurde sie vermehrt im Raum Berlin, am Oberrhein, im Saarland, Rheinland-Pfalz, Sachsen und vor allem in Südreuopa (Ungarn, Österreich, Frankreich und Südpolen) gefunden. Sie bevorzugt als Lebensraum feuchte Gebiete wie Auwälder und Moore. Gewarnt wird vor einem Vormarsch der Auwaldzecke. Babesiose ist eine gefährliche Krankheit, ähnlich der Malaria beim Menschen, werden bei befallenen Hunden die roten Blutkörperchen zerstört.

 

Der Hund kann bereits nach vier bis fünf Tagen an Blutarmut oder innerhalb von zehn Tagen an Nierenversagen sterben. Meist beginnt die Erkrankung eine Woche nach dem Zeckenstich mit hohem Fieber, Müdigkeit, Mattigkeit, Niedergeschlagenheit, Appetitverlust und Krampfanfälle ähnlich wie epileptische Anfälle. Hinzukommen blasse, später gelbliche Schleimhäute. Tierärzte behandle das Fieber meist mit Antibiotika, das jedoch die Krankheitserreger nicht abtötet. Meist wird die Babesiose erst durch die zerstörten roten Blutkörperchen der Blutfarbstoff, das Hämoglobin, mit dem Harn ausgeschieden wird und der Harn sich dunkel verfärbt von Ärzten die Krankheit erkannt. Wenn ein massiver Befall der roten Blutkörperchen erfolgt ist, ist es zu diesem Zeitpunkt schwierig den Hund noch zu retten. Das große Problem ist, dass es in Deutschland keine Medikamente gegen Babesiose gibt, diese müssen erst über internationale Apotheken besorgt werden.Mit Babesien infizierter Hund mit Gelbsucht Sollten sie eine Auwaldzecke finden schicken sie diese bitte mit möglichst genauer Fundortangabe tot oder besser noch Lebendig in ein leicht feuchtes Tuch gewickelt, in einem ausbruchsicheren Behälter, am besten den Deckel mit dem Behälter mit Klebeband verkleben an: Parasitus Ex e.V. z.Hd. Dr. Thorsten J. Naucke Volllbergstr. 37 53859 Niederkassel Hier wird erforscht ob die Zecken mit Babesien verseucht sind und die Fundorte genau dokumentiert.

  Quelle: http://www.phantom-of-scotland.de/auwaldzecke.htm

Epilepsie bei Hunden

Die vererbte Epilepsie wird als echte Epilepsie bezeichnet. Dabei findet man keinerlei krankhafte Veränderungen und weiß bis heute nicht, wieso es zu den Anfällen kommt. Im Gegensatz dazu gibt es die erworbene Epilepsie nach Unfällen (Ge- hirntraumen), Infektionskrankheiten (Staupe, Toxoplasmose, Tollwut), Gehirntumoren, Stoffwechselerkrankungen und Vergiftungen. Die Symptome sind in beiden Fällen gleich. Während jedoch bei der erworbenen Epilepsie die Chance einer Heilung nach Behebung der Grundkrankheit besteht, ist die echte Epilepsie unheilbar und muss lebenslang therapiert werden. Prinzipiell gilt: Epilepsie ist eine Erkrankung des Gehirns, bei der es durch exzessive Entladung einzelner Nervenzellen zu spontanen und wiederholten Krampfanfällen mit oder ohne Bewusstseinsverlust kommt. Die Bezeichnung „Gewitter im Gehirn” ist zutreffend. Je nachdem, ob die Ent-ladungen auf einen bestimmten Bereich im Gehirn begrenzt bleiben oder sich über das ganze Gehirn verbreiten, spricht man von einem fokalen (herdförmigen) oder generalisierten Anfall. Bei vielen Hunden beginnt der Anfall im Schlaf. Der Grund dafür: Das Gehirn ist am instabilsten in der Einschlaf- und Aufwachphase.Fokale Anfälle sind oft schwer von Verhaltensstörungen zu unter- scheiden, da sie sich ganz unterschiedlich äußern: durch Im-Kreis-Laufen, Anbellen von eingebildeten Personen oder Gegenständen, vereinzelte Muskelzuckungen, Abwesenheiten („Ins-Leere-Starren”), Fliegenschnappen und vieles mehr. Generalisierte Anfälle äußern sich durch Krämpfe und Zuckungen des ganzen Körpers, die Tiere verlieren dabei oft das Bewusstsein. Meist dauert der Anfall nur wenige Minuten. Danach erschlafft der Körper, die Hunde liegen auf der Seite, stehen aber bald wieder auf. Anfangs sind sie benommen, stoßen an Gegenstände und sind noch nicht ansprechbar. Auch Erregungszustände und Zwangsbewegungen, wie das Kreislaufen, sind im Anschluss an einen Anfall möglich. Typisch ist auch der nach dem Anfall auftretende Heißhunger.Die Hunde versuchen fast gewaltsam, sich Futter zu verschaffen.Es kann Stunden bis Tage dauern, bis die Vierbeiner wieder normal sind. Leider kommt es immer wieder vor, dass viele Anfälle (bis zu zehn an einem Tag) knapp hintereinander passieren. Hier muss unbedingt mit Medikamenten, die die Erregungsüberleitung im Gehirn verzögern, eingegriffen werden. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die Anfälle so rasch aufeinander folgen, dass sich das Tier dazwischen nicht erholen kann. Man spricht dann vom „Status epilepticus” – eine äußerst gefährliche Notsituation, die ohne tierärztliche Hilfe tödlich ausgeht.

Wichtig: Eine Durchuntersuchung nach dem ersten Anfall! Eine große Blutuntersuchung, Untersuchung der Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit und ein Elektroencephalogramm (EEG) geben Aufschluss darüber, ob es sich um echte Epilepsie handelt. Erst danach kann der vierbeinige Patient auf das passende Antiepilepticum eingestellt werden. 

Tips für den Umgang mit dieser Krankheit  Epileptische Anfälle zeigen meist ein bestimmtes Verhaltensmuster: zuerst ist das Tier unruhig, später verkriecht es sich. Nach einer kurzen unauffälligen Phase folgt der eigentliche Anfall. Wenn Sie Ihren Hund sehr genau beobachten, fällt Ihnen diese sogenannte „Aura” auf und es besteht die Möglichkeit, durch die Eingabe eines bestimmten Medikamentes den Anfall abzufangen. 

Unternehmen Sie nichts während eines Krampfanfalles! Warten Sie ruhig ab, bis der Anfall vorüber ist. 

Drehen Sie das Licht ab und vermeiden Sie laute Geräusche

Greifen Sie niemals mit der Hand zum Maul des krampfenden Hundes! Der Vierbeiner hat keine Kontrolle über seine Bewegungen und kann daher unvermittelt und sehr heftig zubeißen. Es besteht keinerlei Gefahr, daß die Zunge verschluckt wird, Sie müssen sie daher auch nicht herausziehen!

Räumen Sie stattdessen spitze oder zerbrechliche Gegenstände aus dem Weg, um Verletzungen des Tieres vorzubeugen.

Nach dem Anfall suchen Sie sofort den Tierarzt auf.

  1. Werden Sie nicht ungeduldig, wenn die verschriebenen Medikamente nicht gleich die gewünschte Wirkung zeigen! Antiepilepti-ka erreichen therapeutisch wirksame Spiegel meist erst nach Wochen. Außerdem gibt es kein einheitliches Behandlungsschema, da es viele verschiedene Erscheinungsformen der Epilepsie gibt und jedes epileptische Tier anders auf die verschiedenen Medikamente anspricht. Die Therapie muss sehr individuell erfolgen. Es dauert oft Monate, bis der vierbeinige Patient richtig eingestellt ist.
  2. Epilepsiekranke Hunde müssen ihre Medikamente lebenslang bekommen.
  3. Ändern Sie niemals die Dosis ohne Rücksprache mit dem Tierarzt – andernfalls können schwere Anfälle ausgelöst werden.
  4. Führen Sie einen Anfallskalender, in dem Sie Datum, Dauer (schauen Sie bei einem Anfall immer auf die Uhr!), Art und Schwere der Anfälle notieren. Die verlässliche Mitarbeit des Hundehalters hat entscheidende Bedeutung bei der Be- handlung.
  5. Überanstrengung, Stress und Angst können Anfälle auslösen. Sorgen Sie daher für einen möglichst geregelten Tages- ablauf; damit steigen die Chancen auf lange anfallsfreie Intervalle.
  6. Vierbeinige Epileptiker sollten eiweißreduziertes, dafür fettreicheres Futter fressen. An der Veterinärmedizinischen Universität Wien läuft derzeit eine Fütterungsstudie über eine ketogene (fettreiche) Diät. Dabei wird das Futter mit einem Öl, das aus künstlich zusammengemischten Fettsäuren besteht, angereichert. Dieses Öl täuscht dem Organismus eine fettreichere Ernährung vor, ohne jedoch die Nachteile einer solchen zu haben. Es kommt zum Beispiel nicht zu Gewichtszunahme. Man hofft, mit dieser ketogenen Diät die Anfallshäufigkeit zu reduzieren.

Quelle: www.gesund-vital.at

Magendrehung beim Hund Magendrehung -was dabei passiert:

Der aufgegaste und/oder mit Futter überladene Magen dreht sich im Uhrzeigersinn um die Speiseröhre herum. Die Folge ist ein teilweiser oder auch völliger Verschluss von Speiseröhre und Magenausgang. Der Magen wird sozusagen abgeklemmt, und durch die Einwirkung der Magensäure auf das Futter entsteht Gas, das den Magen immer mehr aufbläht, da es nicht entweichen kann. Die Milz, die mit dem Magen über eine dünne Gewebeplatte, das sog. Netz verbunden ist, kann sich übrigens mitdrehen. Es entsteht ein lebensbedrohlicher Zustand. Besonders häufig sind grosse Hunderassen betroffen, die Magendrehung kann aber auch bei mittleren und kleinen Hunden auftreten. 

Vorbeugung

Füttern sie keine zu reichlichen Mahlzeiten. Insbesondere abends sollte nur eine kleine Menge Futter gegeben werden. Auch Stress spielt offensichtlich eine Rolle. Gönnen sie ihrem Hund deshalb nach der Fütterung eine Ruhepause von etwa 1-1,5 Stunden. Noch ist nicht genau geklärt, warum die Magendrehung bei bestimmten Hunderassen besonders häufig ist. Solange die Ursachen nicht bis in die Einzelheiten bekannt sind, gibt es keine absolut sichere Methode, eine Magendrehung zu 100 Prozent zu verhindern. Als Besitzer/in eines grossen Hundes mit tiefem Brustkorb müssen sie daher ganz besonders aufmerksam sein, damit sie die Symtome sofort erkennen.

Symptome/ Anzeichen

Plötzliches Aufblähen des Magens Der Hund ist anfänglich sehr unruhig, hat starke Schmerzen, speichelt viel und versucht erfolglos zu erbrechen, würgt. Der Bauchumfang nimmt ständig zu. Klopft man auf die Bauchwand, hört es sich an wie eine Trommel. Der Hund leidet unter Atemnot. Es kommt zu einem Kreislaufversagen, der Hund wirkt sehr abgeschlagen und bewegt sich nicht mehr. Erste Massnahmen bei einem Verdacht Beim geringsten Verdacht müssen sie SOFORT zu einer tierärztlichen Praxis oder Klinik fahren. Rufen sie kurz dort an und in-formieren sie den diensthabenden Tierarzt/die diensthabende Tierärztin darüber, dass ihr Hund vermutlich eine Magendrehung hat. Zögern sie nicht, nur weil sie unsicher sind, kein Tierarzt ist ihnen böse, wenn es nach all der Hektik nur „falscher Alarm“ war. Auch nicht mitten in der Nacht, denn die Magendrehung ist ein absoluter Notfall. Wenige minuten können entscheidend für das Überleben des betroffenen Hundes sein. 

Behandlung

In den allermeisten Fällen ist ein Operation notwendig, um den verdrehten Magen wieder in seine richtige Lage zurückzuführen. Zuerst muss der Hund aber stabilisiert werden, d.h. das Gas aus dem aufgeblaehten Magen entfernt werden. Entweder wird der Tierarzt mit einer Kanüle das Gas durch die Bauchwand ablassen, oder aber versuchen, eine Magensonde zu schieben. Sehr wichtig ist auch eine Schocktherapie mittels schnell laufenden Infusionen. Dann kann der Hund operiert werden.Die Operation sieht so aus, dass der Magen geleert und in seine normale Lage zurückgelegt wird. Es gibt Tierärzte, die den Magen nicht in seiner normal-anatomischen Lage befestigen. Nach der Operation besteht noch für ca. drei Tage die Gefahr, dass der Hund erneut Herzrhythmusstörungen bekommt, die gegebenenfalls auch noch tödlich sein können. 

Quelle: www.vets4pets.de

Hüftgelenksdysplasie (HD)

Die Hüftgelenksdysplasie (HD) des Hundes stellt eine der häufigsten Krankheit des Bewegungsapparates bei mittelgrossen bis grossen Hunderassen dar. Unter Hüftgelenksdysplasie (HD) versteht man eine Fehlbildung der Hüftgelenke. Die beiden gelenksbildenden Knochen, die Gelenkspfanne und der Oberschenkelkopf passen nicht korrekt aufeinander. Die Fehlbildung tritt in der Regel beidseitig auf und kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

Symptome (Krankheitsanzeichen):

Junge Hunde mit ausgeprägter HD zeigen v.a. Schmerzen als Folge der unüblich starken Lockerheit der Hüftgelenke. Bei älteren Hunden überwiegen die Schmerzen als Folge der Abnützung (Arthrose) der Hüftgelenke. Bei leichteren Formen der HD können Krankheitshinweise fehlen, solange der Hund nicht stark beansprucht wird. Auch zwischen den einzelnen Hunden bestehen Unterschiede in der Schmerzempfindung: Während der eine Hund mit leichter HD bereits hinkt, hat der andere Hund mit fortgeschrittener Arthrose eine spezielle Bewegungstechnik entwickelt, um Schmerzen zu vermeiden, so dass der Besitzer von der Behinderung möglicherweise gar nichts bemerkt.

Was ist die Ursache für HD?

Die Entwicklung der Hüftgelenke wird massgeblich durch zwei Komponenten beeinflusst: 1. durch die Erbanlage und 2. durch die Ernährung des Hundes.

Ernährung:

Bei einem Hund mit Veranlagung zu HD ist es möglich, durch eine kalorienmässig zurückhaltende und ausgewogene Fütterung das Ausmass der Krankheit zu mildern. Es ist erwiesen, dass Hunde, die langsam wachsen, weniger schwer an HD erkranken als ihre schneller wachsenden und damit schwereren Wurfgeschwister. Besonders wichtig ist dabei, im Futter ein Überangebot von Kalzium (Futterkalk) zu vermeiden. Deshalb sollte bei Verwendung eines Vollwertfutters darauf geachtet werden, dass das Verhältnis von Kalzium zu Phosphor etwa 1:1 ist.

Erbanlage

Die HD ist ein genetisch bedingtes Leiden. Welche Gene eine Rolle spielen, ist bis heute nicht geklärt. Erwiesen ist hingegen, dass sich HD häufig in Form einer übermässigen Lockerheit oder Instabilitaet des Hueftgelenkes zeigt, welche die Entwicklung von Arthrose begünstigt. Anders als bei bestimmten Körpermerkmalen und auch bestimmten Erbkrankheiten (u.a. Stoffwechselerkrankungen) ist nicht ein einzelnes Gen verantwortlich. Vielmehr wird die Anlage zur Ausbildung einer HD von verschiedenen Genen beeinflusst, man nennt diese Art der Vererbung auch polygenetisch (poly=viel). Dies ist auch mit ein Grund dafür, dass es bei der HD kein „Alles-oder-Nichts-Prinzip“, sondern alle nur denkbaren Abstufungen an Schweregraden gibt.

Wie wird die Diagnose HD gestellt?

Der Tierarzt kann durch eine bestimmte Manipulation ein Schnapp-Geräusch des Gelenkes provozieren, das typisch fuer eine HD ist. Eine sichere Diagnose allerdings kann erst durch Röntgenaufnahmen gestellt werden.Die Diagnose HD lässt sich anhand von Röntgenaufnahmen des Hüftgelenks stellen. Sichtbare Veränderungen können an der Gelenkspfanne, am Oberschenkelkopf oder an beiden Knochen auftreten. Bei jungen Hunden ist gelegentlich nur ein auffällig lockeres Hüftgelenk zu beobachten, bei dem der Oberschenkelkopf nicht korrekt in der Gelenkspfanne liegt. Trotz Bekämpfung der HD seit rund 30 Jahren sind somit immer noch rund 40% der mittelgrossen und grossen Rassehunde dysplastisch, ihr Anteil ist aber bei den verschiedenen Rassen sehr unterschiedlich. Bei gewissen Rassen erreicht der Anteil an mittelgradiger und hochgradiger HD mehr als 20%. In einer schweizer Studie an ca 3000Hunden der Schweiz wies der Siberian Husky die besten Hüftgelenke auf, gefolgt von den Bearded und Rough Collies und den Belgischen Schäferhunden. Dysplasiefrei waren rund zwei Drittel aller Hovawarte, Flat Coated Retriever, Leonberger und Rottweiler, über die Hälfte der Labrador Retriever und Berner Sennenhunde, die Hälfte der Golden Retriever, Neufundländer und der Deutschen Schäferhunde, aber weniger als die Hälfte der untersuchten Boxer. Bei Bernhardinern, sowie English und Gordon Settern lag die HD-Rate bei erschreckend hohen 60-70% Diese Folgen hat HD Bei Bewegung werden die Hüftgelenke regelmaessig zyklisch belastet. Ein stabiles Gelenk erträgt diese lebenslange Belastung problemlos, es bleibt gesund. Die regelmässige Belastung ist sogar notwendig für die Ernährung des Gelenkknorpels. Bei einem instabilen oder fehlgebildeten Hüftgelenk jedoch führt die wiederkehrende Fehlbelastung zu Zerrungen der Gelenkskapsel, der Bänder und zur Schädigung, des Gelenkknorpels und der gelenksbeteiligten Knochen. Es entwickeln sich knöcherne Zubildungen und Verformungen am Gelenk, welche auf dem Röntgenbild als bleibende Arthrose sichtbar sind. Die Folgen sind Schmerzen im Hüftgelenk. Die Hunde versuchen die Hintergliedmasse zu entlasten. Diese beiden Mechanismen führen zu Muskelschwund, was die Arthrose weiter fördert, weil dadurch die stützende Funktion der Muskulatur am Hüftgelenk wegfällt. Hunde mit mittel- bis hochgradiger HD sind deshalb meist weniger aktiv. Sie legen sich häufig hin, zeigen Mühe beim Aufstehen und lahmen in der Hinterhand, insbesondere nach längerem Liegen. Im Frühstadium der Krankheit kann die Lahmheit nach den ersten Schritten noch verschwinden. Später zeigen dysplasiegeplagte Hunde bei körperlichen Aktivitäten immer deutlicher Lahmheitsanzeichen. Nicht selten verändert sich unter chronischen Schmerzen auch der Charakter des Hundes. Aus dem fröhlichen Lebensgefährten kann ein missmutiger, mitunter sogar bissiger Zeitgenosse werden. Therapie von HD Wichtig für die Wahl der richtigen Therapie ist der Zeitpunkt, zu dem die Krankheit diagnostiziert wurde. Bei jungen Hunden (6-16 Monate alt) mit nicht so schweren Fehlbildungen reicht oft eine Bewegungstherapie, verbunden mit einer Fütterungsumstellung, um schwerere Schäden zu vermeiden oder zu vermindern. Es ist nachgewiesen, dass eine zu schnelle Gewichtszunahme in den ersten 10 Lebensmonaten die HD-Häufigkeit fördert. Zu grosse Mengen von Energie, Protein und Mineralstoffen, insbesondere von Kalzium im Futter begünstigen die Ausbildung der HD nachweislich. Wird in diesem Lebensabschnitt der HD-gefährdete Hund noch übermässig beansprucht, kann sich die HD noch verschlimmern. Bei älteren Hunden, an deren Hüften sich schon Arthrosen gebildet haben, ist eine die Schmerz- und Entzündungshemmende Therapie das Wichtigste. Bis vor einigen Jahren hat man einigen Hunden mit schwerer HD einen kleinen Muskel im Innenschenkel durchgeschnitten, um eine Schmerzstillung zu erreichen. Diese zwar billige, aber in fast allen Faellen nutzlose Operation bringt, wenn überhaupt, nur Erfolg für einige Wochen bis Monate und wird daher von verantwortungsbewussten Tierärzten strikt abgelehnt. Ist die Arthrose der Hüften so schlimm, dass auch starke Schmerzmittel keine Wirkung mehr haben, braucht der Hundepatient eine neue, künstliche, Hüfte, die Hüftgeleks – Endoprothese. Sie besteht aus einer Pfanne aus Kunststoff, die in das Becken eingesetzt wird, und einem neuen Oberschenkelkopf nebst Hals aus Metall. Der alte, unbrauchbare Kopf wird abgesaegt, der Oberschenkel aufgebohrt und der Metallschaft eingesetzt. Nach der Operation könnte der Hund zwar sofort wieder ohne Schmerzen laufen, die neue Hüfte muss aber erst in den Knochen einheilen. Deshalb ist ein Klinikaufenthalt mit strikter Käfigruhe von mindestens einer Woche unumgänglich. Eine Hüftimplantation ist mittlerweile Standard in vielen Tierkliniken und wird auch in allen Hochschulen mit sehr gutem Erfolg durchgeführt. 

Quelle: www.vets4pets.de

Interessanter Artikel zum Thema Impfen
Die aktuellste Impfempfehlung von Dr. Jean Dodds für 2014

Quelle: http://drjeandoddspethealthresource.tumblr.com/

  • 9-10 Wochen: Staupe + Parvovirose
  • 14-16 Wochen: Staupe + Parvovirose
  • 20 Wochen oder älter: Tollwut
  • 1 Jahr: Staupe + Parvovirose, optional: Antikörper Titer Test
  • 1 Jahr: Tollwut, 3-Jahresprodukt, 3-4 Wochen nach der Staupe/Parvovirose Nachimpfung
  • Danach Antikörper Titer Tests für Staupe, Parvovirose und Tollwut alle drei Jahre oder öfter wenn gewünscht.

Laut Dr. Dodds gehören Impfungen gegen Leptospirose, Hepatitis, Zwingerhusten usw. nicht zu den Impfungen, die jeder Hund bekommen muss. (In Englisch: Core Canine Vaccines). Sie hängen von dem regionalen Vorkommen der Pathogene und der persönlichen Situation ab.

Artikel zum Thema Impfen

Der Nachfolgende Text ist aus Catherine O´Driscoll´s neuem Buch “ Canine Health Census Vaccine Survey“ Kapitel 11 entnommen:

Zwischenresultate

Februar 1997  Die aufkommende Debatte zwischen Steve Dean und Catherine O´Driscoll und anderen in der „Hundewelt“ (U.K) brachte die CHC zu der Entscheidung seine Gelder für seine Repräsentativen Sprecher zu verwenden. Ich (Catherine O´Driscoll) betrieb die Recherche und schrieb mein Buch „Who killed the Darling Buds of May“ vor etwas über 2 Jahren und war zu diesem Zeitpunkt sicher das wir einige signifikante Informationen Aufdecken könnten wenn wir eine Studie über Vakzine durchführen würden. Wir wussten um den Fakt das Impfstoffe Nebenwirkungen haben – die wurde uns sogar von den Impfstoffherstellern bestätigt. Was wir nicht wussten war, wie häufig kommen diese Nebenwirkungen in der Praxis vor. Wir hatten viele Nachweise von Besitzern deren Hunde erkrankten oder die kurz nach der Impfung verstarben, aber nur wenige dieser Vorfälle wurden an das „Veterinary Directorate“ weitergeleitet. Mehr noch, wenige Tierärzte oder Hersteller werden akzeptieren das eine Chronische Erkrankung durch eine Impfung ausgelöst wurde, es sei denn sie entwickelte sich sofort oder innerhalb von Stunden/Tagen nach der Impfung. Der Homöopathische Tierarzt Christopher Day auf der anderen Seite, nimmt an das etwa 80% der Erkrankungen die er zu behandeln hat Impf abhängig sind, und innerhalb von 3 Monaten nach der Impfung ihren Anfang nehmen. Chris ist ein Spezialist, der in der Regel die Fälle vorgestellt bekommt in denen Niemand mehr weiter weis, also ist seine geschätzte 80% Rate mit Sicherheit nicht zu hoch gegriffen sondern dürfte eher von der Praxis noch überholt werden. Die gab den Ausschlag das ich meinem Ehemann John zustimmte das wir Christopher´s Hypothese einer Wissenschaftlichen Überprüfung unterziehen sollten.  Wenn wir falsch lagen wären nicht nur 2 Jahre Arbeit (an meinem Buch) den Bach runter, nein mein ganzes Weltbild wäre erschüttert. So gesehen war es mehr als wichtig herauszufinden ob unsere Informationen vertrauenswürdig und akkurat waren. Um dies zu berücksichtigen machten wir unsere Ergebnisse einem unabhängigem Gremium zugänglich. Die CHC Impfstudie begann im Oktober 1996, ein Fragebogen wurde unter Mithilfe von Christopher Day, Jean Dodds DVM, and Dr Viera Scheibner erstellt. Über 30,000 Leser von „Dog World Magazine“ wurden gebeten den abgedruckten Fragebogen ausgefüllt an uns zu senden, zusätzlich wurden alle Mitglieder des Canine Health Census Gebeten diesen Fragebogen auszufüllen, viele davon waren so freundlich ihn auch unter ihren Freunden, Verwandten und Nachbarn zirkulieren zu lassen. Zum Zeitpunkt der Publikation, haben wir 607 ausgefüllte Formulare erhalten, von insgesamt 370 Hundebesitzern und circa 2700 Hunden . Basierend auf diesen Daten erzielten wir unserer ersten vorläufigen Ergebnisse die, die schlimmsten Befürchtungen bestätigen die in meinem Buch ausgedrückt wurden. In der tat untermauern die Ergebnisse wissenschaftlich den Zusammenhang zwischen Impfung und dem Beginn einer Reihe spezifischer Erkrankungen.

Ergebnisse:

Die nachfolgenden vorläufigen Ergebnisse sind nach allen Statistischen regeln überprüft und sind nach mathematischen Regeln zu 99% oder mehr korrekt. Dies bedeutet wie an anderer Stelle erwähnt eine Abweichung von weniger 2, 56 als z Alpha. In mathematischen Worten , eine Alpha Anzahl von 4 bedeutet das die Möglichkeit für ein falsches Test Ergebnis bei unter einem von 33.000 liegt. In den meisten fällen liegen die Daten über die wir verfügen weit unter 4, was sie zu einer brauchbaren Quelle für alle praktischen Zwecke macht. Zur Erhebung der Daten für unsere Studie erbaten wir von allen Teilnehmern die detaillierten Daten ihrer Hunde , die Auflistung ihrer Erkrankungen und innerhalb welchen Zeitraumes nach der Impfung diese Erkrankungen auftraten. Unser Hauptinteresse lag darin festzustellen ob es einen bestimmten Zeitrahmen der im Zusammenhang zur Impfung steht und dem erscheinen der Erkrankungssymptome gibt. Dies gäbe uns die Möglichkeit festzustellen welche Erkrankung von denen die innerhalb von 3 Monaten nach den Impfungen auftrat mit der Impfung im Zusammenhang steht. Die Theorie war folgende, wenn Impfungen keine signifikanten Nebenwirkungen haben, dann müssten die Erkrankungen nahezu gleichmäßig auf die der Impfung folgenden 12 Monate verteilt sein. In der Tat ergaben unsere Daten jedoch eine merkliche Häufung der Erkrankungen innerhalb von 3 Monaten nach erfolgter Impfung. Für Tollwut, Lupus und Lyme Disease wurden keine Daten erhoben. Einige Erkrankungen die nach einer Phase von ca. 9 Monaten nach der Impfung erstmals in Erscheinung traten fanden dennoch Eingang in unsere Studie. Diese Erkrankungen sind Arthritis, Herzerkrankungen, und CDRM. Wir fragten uns warum dieser Erkrankungen gerade 9 Monate nach der Impfung so häufig eine Manifestation zeigen. Dies erzeugt in der Tat den Eindruck das es bei diesen Erkrankungen länger dauert bis sich äußerlich wahrnehmbare Symptome zeigen, und das deren korrekte Diagnosenstellung oftmals längere Zeit in Anspruch nimmt. Wenn die Impfungen in keinem Zusammenhang dazu stehen würden, müsste das Auftreten auch dieser Erkrankungen relativ gleichmäßig über den gesamten 12 Monatszeitraum nach der Impfung verteilt sein. In der ,der tat in einem Artikel, erschienen im „the Journal of Veterinary Internal Medicine, Vol 10, No 5, September/October 1966, Titel: ‚Vaccine-Associated Immune-mediated HaemolyticAnaemia in the Dog‘ stellen die Autoren fest: „Da Vakzine und ihre Komponenten länger im Körper des Hundes verbleiben, können chemische Reaktionen dieser Komponenten länger auf den Körper einwirken als zum Beispiel die Komponenten anderer Medikamente die schneller abgebaut oder ausgeschieden werden. “ Schon diese Feststellung allein legt die Annahme nahe das Vakzine noch lange nach ihrer Verabreichung Reaktionen auslösen können. Die Zwischenresultate unserer Studie ergeben auch das folgende Erkrankungen bis jetzt nicht in eine beweisbare Verbindung zu Impfungen gebracht werden können: Asthma, Leukämie, Pankreas Probleme, Schilddrüsenerkrankungen, auch wenn aus der Humanmedizinischen Forschung Ergebnisse vorliegen das diese Erkrankungen mit Impfungen in Zusammenhang gebracht werden können. Schildrüsenerkrankungen sind ohnehin sehr häufig bei Hunden, werden aber nur selten klinisch diagnostiziert und Erkrankungen wie Leukämie haben variierende Inkubationsphasen die unter anderem von dem gesamten Gesundheitszustand des Hundes abhängen mögen. Weitere Erhebung von Daten (mehr ausgefüllte Fragebogen) können hier vielleicht zu genaueren Feststellungen verhelfen. Insgesamt gesehen traten 55% aller der uns von unseren Teilnehmern mitgeteilten Erkrankungssymptome innerhalb von 3 Monaten nach dem Zeitpunkt der Impfung auf, wenn diese jedoch ohne Zusammenhang zur Impfung aufgetreten wären, dürfte die Erkrankungsrate statistisch gesehen innerhalb dieser 3 Monate nur bei 25% liegen.

Arthritis

2,7 % aller an der Studie beteiligten Hunde litten unter Arthritis. Von diesen wurde in 71,8% aller Fälle die erste Diagnose innerhalb von 9 Monaten nach der Impfung gestellt. Bei Menschen ist der Zusammenhang von Impfung und Arthritis schon lange bewiesen. Das große Einsetzen der Arthritischen Symptome nach ca. 9 Monaten nach der Impfung ist damit zu erklären das Vakzinbedingte- Arthritis eine längere Inkubationsphase durchläuft und das auftreten physischer Symptome länger dauert.

Durchfallerkrankungen

Wenn Hunde unter Durchfallerkrankungen litten, traten 68% aller Fälle innerhalb der ersten 3 Monate nach der Impfung auf. 4,9 % aller an der Studie teilnehmenden Hunde hatten zu irgendeinem Zeitpunkt Durchfall. Dies könnte durch eine milde anaphylaktische Reaktion ausgelöst sein. Anaphylaktische Reaktionen können die ersten Anzeichen für eine darauf folgende Enzephalitis sein. Mein Buch erklärt wie häufig eine Enzephalitis (Hirnhautentzündung) auf Impfungen folgt ohne das äußerlich sichtbare Anzeichen festzustellen sind.

Allergien

Wenn Hunde Allergien hatten, traten 55,6 % davon innerhalb von 3 Monaten nach der Impfung auf. Dies zeigt auf das Impfungen in der Tat den Organismus sensibilisieren.

Darmentzündungen

Wenn Hunde unter Darmentzündungen litten, traten 56,9% aller Fälle innerhalb von 3 Monaten nach der Impfung auf. 2,7% der an der Studie teilnehmenden Hunde litten unter Darmentzündungen. Diese Ergebnis ist eventuell auch hilfreich für die Humanmedizin die noch um den Nachweis des Zusammenhanges zwischen Darmentzündungen und Impfungen bemüht ist.

Conjuktivitis (Bindehautentzündungen)

Wenn Hunde unter Bindehautentzündungen litten traten 56,9% aller Fälle innerhalb der ersten 3 Monate nach der Impfung auf, 2,5% der an der Studie teilnehmenden Hunde hatten dieses Problem. Nach Angaben des homöopathischen Tierarztes Richard Pitcairn verursacht die Impfung häufiger chronische Bindehautentzündungen als Staupe-bedingte Bindehautentzündungen auftreten.

Epilepsie

Wenn Hunde unter Epilepsie litten, trat sie in 65,5% aller fälle erstmalig innerhalb von 3 Monaten nach der Impfung auf. 2,1% der an der Studie teilnehmenden Hunde litten unter Epilepsie. Epilepsie ist eine neurologischer Erkrankung , die wissenschaftlichen Belege in meinem Buch beweisen das Impfstoffe Hirnschäden auslösen können die wiederum zur Epilepsie führen können. (Dies steht im Zusammenhang mit Enzephalitis, welche selbst von den Impfstoffherstellern als mögliche Impffolge bestätigt wird.)

Appetitlosigkeit

Wenn Besitzer von Appetitlosigkeit ihrer Hunde berichten, trat diese zu 79,8% innerhalb der ersten 3 Monate der Impfung auf, 3,4% der an der Studie beteiligten Hunde litten zu irgendeinem Zeitpunkt unter Appetitlosigkeit.

Nasenfluss/Schnupfen

Wenn Hunde nasalen Ausfluss hatten, trat dieser zu 84,1% innerhalb der ersten 3 Monate nach der Impfung auf , 1,7% der Studienbeteiligten Hunde zeigten jemals Nasenfluss/Schnupfen.

Nervöse / ängstliche Wesenshaltung

Wenn Hunde nervöse/ängstliche Wesensveränderungen zeigten, traten 54,8% davon innerhalb von 3 Monaten nach der Impfung erstmalig auf, 2,8% der teilnehmenden Hunde zeigten diese Verhaltensstörung.

Hautprobleme

Wenn Hunde Hautprobleme zeigten, traten 46,2% erstmalig innerhalb von 3 Monaten nach der Impfung auf, 2,8% der Probanden wiesen dieses Problem auf. Dies erhärtet wiederum die Ansicht das Impfstoffe den Organismus sensibilisieren.

Erbrechen

Wenn Besitzer Erbrechen ihrer Hunde berichten, geschah dies zu 72,5% innerhalb der ersten 3 Monate nach der Impfung, 3% der Probanden-Hunde hatten zu irgendeinem Zeitpunkt erbrochen. Auch dies kann wiederum ein Anzeichen für eine anaphylaktische Reaktion sein, die Vorbote einer Enzephalitis sein kann. Dr. J.A. Morris, ein führender Experte für Infektionserkrankungen in den USA erklärt: „Wir hören nur von den Enzephalitisbedingten Todesfällen aber zwischen leichtem Fieber und dem eintreten des Todes liegt ein weites Spektrum an Symptomen, nur erhalten wir so gut wie nie Bericht von den milderen Verläufen.“

Verhaltensprobleme

Wenn Besitzer von Verhaltensproblemen ihrer Hunde berichteten , traten diese zu 55,4% erstmalig innerhalb von 3 Monaten nach der Impfung auf. 2,5% der Hunde-Probanden zeigten Verhaltensprobleme. Dies wiederum unterstützt die Theorie von Dr. Harris L. Coulter , das menschliche Gewalttätigkeit, Asozialität, Kriminalität, durchaus auch im Zusammenhang mit Impfungen stehen kann, wenn Impfbedingte Hirnschädigungen zugrunde liegen.

Tumorbildung in der Nähe der Impfungsstelle

Wenn Hunde Tumore in der Nähe der Injektionsstelle der Impfung entwickelten, traten 67,9% innerhalb von 3 Monaten nach der Impfung auf, 1,1% aller Probanden litten unter diesem Problem. Es ist in der veterinärmedizinischen Literatur bekannt das Tumore in Nähe der Injektionsstelle der Impfung wachsen können (was sie auch tun). All diese Oben angeführten Daten hatten einen Z Alpha wert von mehr als 5 und zeigten eine Tendenz zum erscheinen innerhalb von 3 Monaten nach der Impfung. Dies bedeutet das es eindeutig einen Zusammenhang zwischen Impfung und Erkrankung gibt, also die Verbindung Impfstoff-Spezifische Erkrankung mehr als wahrscheinlich ist. Um die Sicherheit unserer Statistik zu erhöhen, benötigen wir noch weitere Daten zu den folgenden Erkrankungen, obwohl sich schon durch die Zwischenergebnisse genügend Grund zum Zweifel an dem Impfungen ergibt.

  • Krebs- 31% innerhalb von 3 Monaten nach der Impfung
  • Krampfleiden- 63% innerhalb von 3 Monaten nach Impfung
  • Hirnhautentzündung- 75% innerhalb von 3 Monaten nach der Impfung
  • Herzerkrankungen- 26,8% innerhalb von 3 Monaten nach der Impfung
  • Nierenschäden- 40,5% innerhalb von 3 Monaten nach der Impfung
  • Lähmungen- 52% innerhalb von 3 Monaten nach Impfung
  • Paralyse des Abdomens- 64,7% innerhalb von 3 Monaten nach der Impfung
  • Leberschäden- 47% innerhalb von 3 Monaten nach der Impfung
  • Beschränktes Konzentrationsvermögen des Hundes – 68,4% innerhalb von 3 Monaten nach der Impfung
  • Autoimmunerkrankungen – 54,8% innerhalb von 3 Monaten nach der Impfung
Hunde die an den Erkrankungen erkrankten gegen die sie geimpft wurden:
  • Hepatitis- 63,6% innerhalb von 3 Monaten nach Impfung
  • Parainfluenza- 50% innerhalb von 3 Monaten nach Impfung
  • Parvovirose – 68,2% innerhalb der ersten 3 Monate nach Impfung
  • Staupe – 55,6% innerhalb von 3 Monaten nach Impfung
  • Leptospirose – 100% innerhalb der ersten 3 Monate nach Impfung

Mit Ausnahme von Staupe und Leptospirose , wo nicht genügend Hunde zur Erhebung statistisch relevanter Werte vorhanden waren, entsprechen alle oben angeführten Ergebnisse einem Alpha wert von mehr als 3, das bedeutet das ein enger Zusammenhang zwischen Impfung und Erkrankung erwiesen ist. In allen Fällen erkrankten über 50% der Hunde innerhalb der ersten 3 Monate nach Impfung. Dies erhärtet die Ansicht das Impfungen nicht nur nutzlos sind sondern auch die Erkrankung oftmals erst verursachen.

Wahrscheinlichkeit von Impfreaktionen

Auch wen wir noch weitere Berichte von Hundebesitzern benötigen, sind wir doch in der Lage eine Prognose über die Wahrscheinlichkeit von negativen Impfreaktionen für den einzelnen Hund zu machen. Kritiker mögen nun einwenden das die Studie gerade Hundebesitzer zur Teilnahme anregt die bei ihrem Tier eine Reaktion festgestellt haben. Diese Argument wird entkräftet durch die große Anzahl von Hunden die eine perfekte Gesundheit aufwiesen und an unserer Studie beteiligt waren, viele Teilnehmer wurden zufällig ausgewählt (Umfragen an der Haustür) , viele Teilnehmer hatten mehrere Hunde , nur einige von diesen (manchmal auch keiner) hatten Gesundheitsprobleme. Zu diesem Zeitpunkt unserer Studie wissen wir das 55% der uns berichteten Erkrankungen innerhalb von 3 Monaten nach der Impfung erstmalig auftraten. Wir erhielten diese Daten durch die bisher an unserer Studie teilnehmenden Hunde (bisher 2.628). Ein Impfstoffhersteller behauptet das die Wahrscheinlichkeit einer Impfreaktion bei 15 Reaktionen auf 3 Millionen verabreichte Impfungen liegt (eine 0,000005% Wahrscheinlichkeit). Wenn dies realistisch wäre, dann wäre unsere persönliche Erfahrung das 6 unserer 6 Hunde (100%) eine Impfreaktion zeigten, mathematisch unmöglich. Nach Angaben der „Pet Food Manufactorers Association“ liegt die Hundepopulation von Großbritannien bei ca. 7 Millionen , eine Angabe die zwar anhand anderer Datenquellen als leicht unterschätzt anzusehen ist, aber für den Argumentationszweck völlig ausreichend ist. Wir konnten darüber hinaus davon ausgehen das die maximale Anzahl der Hundebesitzer die von unserer Studie erfuhren bei ca. 270.000 lag. Ausgehend davon das von dieser Population nur 607 Hunde an irgendeiner Erkrankung litten und die Besitzer gesunder Hunde Mangels Interesse nicht an der Studie teilgenommen hätten (eine extrem unrealistische Hypothese), dann würde die Wahrscheinlichkeit einer impfbedingten Erkrankung oder Reaktion auf 0,0077778% gesenkt. Selbst auf dieser unrealistischen Basis läge das Risiko einer Impfreaktion immer noch um 1,556% höher als vom Impfstoffhersteller angegeben. In der Realität können wir davon ausgehen das die Wahrscheinlichkeit des Impfrisikos durch die Impfstoffhersteller und Autoritäten wie das „Medicines Directorate“ heruntergespielt wird. Es demonstriert ganz klar die Notwendigkeit für ein akkurates System zur Feststellung und Aufzeichnung der Nebenwirkunkungen von Impfungen und anderen industriell hergestellten Medikamenten. Mit Blick auf die berichteten Erkrankungen/ Impfreaktionen die uns im Zusammenhang mit unserer Studie mitgeteilt wurden ergibt sich zumindestens eine Wahrscheinlichkeit von 0,7990868% .  Im Hinblick auf die oben angeführten Statistiken erscheint es nicht als unbegründet einen Prozentsatz von mehr als 1% (das heißt einer von 100 geimpften Hunden Erkrankt oder zeigt negative Impfreaktion) als Minimum anzunehmen.

Alter und Krankheit

Es wird allgemein hin angenommen das mit zunehmenden Alter des Hundes die Anzahl der Erkrankungen zunimmt. Dies entspricht nicht unserer persönlichen Erfahrung und wurde auch durch die Impfstoff Studie nicht bestätigt. br> Die Daten die wir erhielten stammten von Hunden in einem Alter von wenigen Wochen bis zum Alter von 19 Jahren. Das Ergebnis der Studie zeigt das Hunde in jedem Alter erkranken können – es wurden keine Zusammenhänge zwischen der Erkrankung und dem Alter des Hundes in unserer Studie entdeckt. Es bestand auch keine Korrelation zwischen dem Alter eines Hundes und der Anzahl seiner Erkrankungen. Dies lässt annehmen das die negativen Reaktionen auf Impfungen nicht so ohne weiteres einfach auf genetische/vererbte Gründe zurückzuführen sei., wie es oft von den Impfstoffherstellern behauptet wird, sondern mehr von den Umweltfaktoren abhängt. Es untermauert eher die Aussage von Dr. Ronald d. Schultz , das diese Reaktionen das Resultat der Akkumulation vieler Antigene über etliche Jahre hinweg ist. Ich glaube fest daran das die Zahl der Nebenwirkungen zunimmt da wir über Jahre hinweg mehr und mehr Komponenten in diese Tiere spritzen.“

Umgebung

Die Mehrzahl der Teilnehmer stammten aus Großbritannien (England, Schottland & Wales). Die restlichen Teilnehmer kamen aus den USA, Neu Seeland, Kanada, etc. Vergleicht man die Erfahrungen der Erkrankungen in Schottland mit denen der Hundebesitzer in Wales oder England, sieht es so aus das die Schottischen Hunde etwas gesünder sind als die englischen, diese Aussage beruht auf einer Übereinstimmung von 98%. Dies erhellt die Notwendigkeit auch auf das Umfeld zu achten wenn es um die Beurteilung des Impfrisikos geht. Mehr Daten von Hundebesitzern aus aller Welt wären hilfreich um diese Frage zu klären.

Hunde die niemals geimpft wurden

Eine kleine Anzahl der Hunde in der Studie wurden niemals geimpft. Wir brauchen mehr Daten über ungeimpfte Hunde, inklusive der Hunde die ausschließlich über homöopathische Nosoden geschützt werden, um endgültige Aussagen zu treffen.

Hundebesitzer

Eine Person die seit Jahren Hunde hält kann ebenso wie jemand der gerade erst seit kurzer Zeit Hundehalter ist mit der Erkrankung seines Hundes konfrontiert werden, was anzeigt das die Qualität der Haltung wenig Einfluss auf die Häufigkeit der Erkrankungen hat.

Der Typ des verwendeten Impfstoffes

Wir untersuchten die Anzahl der Erkrankungen in Gegenüberstellung zum Typ des verwendeten Impfstoff , es stellte sich statistisch signifikant das die Anzahl der Erkrankungen erheblich höher lag wenn der Hund mit mehr als einer Vakzine gleichzeitig geimpft wurde (Multiple modifizierte Lebendimpfstoffe) als wenn die Hunde mit einzelnen abgetöteten Erregern geimpft wurden. Der „Cocktail Effekt“ erwies sich als schädlicher als eine einzelne Dosis abgetöteter oder lebender Vakzine, mit einer Übereinstimmung von mehr als 99%.  Wir untersuchten des weiteren die Frage ob es sinnvoll ist einen Hund jährlich zu impfen, oder einem Welpen seine Basis Impfung zu geben und danach nie wieder zu Impfen. Mit einer Übereinstimmung von 90% ergab sich das Hunde die jährlich geimpft wurden ein erheblich höheres Risiko einer Erkrankung eingingen als Hunde deren Impfungen nicht jährlich aufgefrischt wurden, außerdem berichteten die Teilnehmer der Studie von Erkrankungen und Todesfällen von Welpen nach der Impfung.

Staupe
Betroffene Tierarten: Hunde, Frettchen, Marder

Die Staupe ist bereits seit dem 18. Jahrhundert bekannt.Sie wird von einem Virus hervorgerufen, das mit dem menschlichen Masern-Virus verwandt ist. Die Ausscheidung erfolgt über alle Sekrete von infizierten Hunden, aber auch Frettchen und Marder. Das Virus überlebt in der Umgebung je nach Umweltbedingungen bis zu 14 Tage lang. Die Ansteckung erfolgt über den Nasen-Rachenraum, bei Kontakt mit Tieren die das Virus ausscheiden. Nicht immer muss ein solches Tier offensichtlich krank sein. Hunde, die eine Staupeinfektion überstanden haben können noch lange Zeit und auch immer wieder Viren ausscheiden. Eine Infektion der Welpen im Mutterleib ist ebenfalls möglich. Der Welpe ist durch die Abwehrkörper, die er mit der Muttermilch zu sich nimmt eine Zeit lang geschützt, kann aber 4-6 Wochen nach der Geburt, wenn diese Abwehrkörper wieder verschwinden, an der Staupe erkranken. Nach einer Inkubationszeit von 3-6 Tagen kann es zu verschiedenen Verlaufsformen der Staupe-Erkrankung kommen. Welche Symptome das einzelne Tier entwickelt hängt von Alter, Abwehrstärke, Infektion mit zusätzlichen anderen Vieren oder Bakterien und vom Typ des Staupevirus ab.

Symptome:

Die Erkrankung beginnt meist mit Fieber, Mattigkeit, Appetitlosigkeit, Bindehautentzündung, Rachen-Mandel-Entzündung. Eitriger Augen- und Nasenausfluss und gleichzeitiger Durchfall sind immer verdächtig für eine mögliche Staupe-Infektion. Die typischen schweren Organerkrankungen der klassischen Staupe-Formen sind Dank der Impfmöglichkeiten heute schon selten geworden:

  • Gastrointestinale Form: Durchfall und Erbrechen mit rascher Austrocknung und Abmagerung. Bei Erkrankung während der Zahnschmelzbildung junger Hunde kommt es zu bleibenden Schmelzdefekten, dem sogenannten Staupe-Gebiss.
  • Respiratorische Form: Eitriger Schnupfen, Bronchitis, Lungenentzündung mit Husten, Atemnot und Kreislaufkollaps.
  • Augenveränderungen: Entzündungen der Regenbogenhaut führen zu Lichtscheue. Bei schweren Fällen sind auch Hornhautdefekte und Erblindung möglich.
  • Hautform: Bläschen und Pusteln mit hochgradiger Hautrötung an Bauch, Schenkelinnenflächen und Ohren.
  • Nervale Staupe: Tritt meist nach Abklingen der Respiratorischen Form auf und kann auch erst Wochen oder Monate nach vermeintlicher Genesung in Erscheinung treten. Es kommt zu einer Entzündung des Gehirnes und der Nerven mit verschiedensten Ausfallserscheinungen wie epileptische Anfälle, Kieferkrämpfe, Verblödung, Wesensveränderungen, Lähmungen u.a.
  • Hartballenform: Seltene Form. Es kommt nach der 2. Erkrankungswoche zur Verdickung der Haut an Nasenspiegel und Ballen. Tritt meist nach der Gastrointestinalen Form oder mit der Nervalen Form auf und endet meist tödlich.
Prognose:

Bei leichten Formen ist eine Heilung möglich, bei schweren Lungenformen und der Nervalen Form ist die Prognose ungünstig.

Behandlung:

Da die Staupe zu einer starken Beeinträchtigung der Immunabwehr führt, ist die Behandlung mit Antibiotika gegen Bakterielle zusätzliche Infektionen äußerst wichtig. Zusätzliche Therapien werden je nach individueller Symptomatik gewählt. Gegen das Virus selbst gibt es keine Therapie.

Prophylaxe:

Nur die vollständige Grundimmunisierung und jährliche Auffrischungen der Impfung bieten einen sicheren Schutz gegen eine Staupeinfektion. Quelle: www.tierarzt-wien.at

Parvovirose – Katzenseuche

Die Katzenseuche hat seit den 70er-Jahren die Staupe als gefürchtetste Hundeseuche abgelöst. Ein Hauptgrund dafür ist die Tatsache, dass das ausgeschiedene Virus im Kot mindestens 6 Monate ansteckungsfähig bleibt. Man vermutet, dass sich das Hunde-Parvovirus aus dem Parvovirus der Katze entwickelt hat, da es sich nur sehr wenig von diesem unterscheidet. Dank der konsequenten Impfpraxis ist die Katzenseuche bei uns momentan keine sehr häufige Erkrankung. In Spanien und Süditalien gibt es aber wieder eine hohe Welpensterblichkeit, die vermutlich auf neue Parvoviren zurückzuführen ist. Das Parvovirus kann sich nur in Körperzellen vermehren, die sich rasch teilen. Daher sind vor allem der Darm und die weißen Blutkörperchen betroffen. Bei sehr jungen Welpen kann das Virus auch den Herzmuskel schädigen, was zu plötzlichen Todesfällen führen kann. Die Sterblichkeitsrate liegt je nach Alter des Tieres und gleichzeitigen anderen Infektionen bei ungeimpten Tieren zwischen 1 und 10 Prozent. Bei Welpen liegt die Sterblichkeitsrate bis zu 80%. Betroffene Tierarten: Hunde, Katzen, Frettchen. Das Virus der Hundeparvovirose ist nicht identisch mit dem der Katze, allerdings sehr ähnlich. Frettchen und Marder erkranken am  Virus der Katze, nicht dem des Hundes.  Die Symptome bei Katze und Hund sind allerdings sehr ähnlich. 

Symptome:

Nach einer Inkubationszeit von 2-3 Tagen bekommen die Tier schwere Durchfälle, die sehr häufig blutig sind. Das Virus zerstört große Teile der Darmschleimhaut, welhalb sich die erkrankten Tiere auch nur langsam erholen. Hohes Fieber, aber auch Untertemperatur ist möglich. Mattigkeit, Fressunlust, Austrocknung und Kreislaufprobleme sind die Folge.Bei Welpen zwischen 4 und 10 Wochen kann es zur Herzmuskelentzündung und zu plötzlichen Todesfällen kommen, bevor noch Durchfall eingesetzt hat. Das Virus zerstört auch einen großen Teil der weißen Blutkörperchen, die für die Immunabwehr verantwortlich sind. Aus diesem Grund ist der Körper für alle anderen zusätzlichen Infektionen sehr empfänglich. Bei gleichzeitiger Staupe- und Parvo-Infektion kann die Sterblichkeit bei ungeimpften Tieren auf bis zu 100% steigen.

Prognose:

Je jünger das erkrankte Tier ist, desto schlechter die Prognose. Die meisten Todesfälle betreffen Tiere unter 6 Monaten.

Behandlung:

Gegen das Virus selbst gibt es nur die prophylaktische Impfung. Mit Infusionen und antibiotischer Therapie werden die Folgen der Austrockung und zusätzlicher bakterieller Infektionen vermieden und die Überlebensrate deutlich erhöht.

Prophylaxe:

Die Impfung bietet guten Schutz gegen die Katzenseuche und ist auch bei reinen Wohnungskatzen durch die sehr lange Haltbarkeit des Virus sehr empfehlenswert.

Impfung:

Eine Besonderheit ist bei der Impfung von Hunden zu beachten: Welpen von geipften Muttertieren bekommen über die Milch während der Säugezeit ausreichend Antikörper (Abwehrstoffe) mit. Impft man einen Welpen nun zu früh, werden die im Impfstoff enthaltenen Viruspartikel von diesen Antikörpern sofort eliminiert und der Körper des Welpen hat gar nicht die Chance, einen Impfschutz aufzubauen. Wartet man mit der ersten Impfung allerdings zu lange, könnte der Hund in der Zwischenzeit vorübergehend keinen Schutz haben. Allgemein ist man heute der Ansicht, dass die letzte Impfung der Grundimmunisierung nicht vor der 16. Lebenswoche stattfinden sollte, da sonst nur 92% der Impflinge einen ausreichenden Schutz vor der Katzenseuche haben. Die übliche Grundimmunisierung (Staupe, Leptospirose, Hepatitis und Zwingerhusten) ist meist schon mit der 12.-13. Lebenswoche abgeschlossen. Für die Katzenseuche kann das aber möglicherweise nicht ausreichend sein.  Quelle: www.tierarzt-wien.at

Leptospirose (Weilsche Krankheit – Hundeseuche)
Betroffene Tierarten: Hund, Mensch, Wildtiere, Ratten, Mäuse Rind, Schwein, Pferd.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Hundeseuchen, die durch Viren verursacht werden, handelt es sich bei der Leptospirose um eine bakterielle Erkrankung. Dies hat zwar den großen Vorteil, dass der Erreger mit einem Antibiotikum wirksam bekämpft werden kann. Allerdings bestehen bei Beginn der Therapie häufig bereits schwere Nieren- und Leberschäden, so dass auch bei dieser Erkrankung eine Impfung die beste Möglichkeit bietet, Ihren Hund vor dieser Krankheit zu schützen. Leptospiren werden hauptsächlich über den Harn ausgeschieden und über den Magen-Darmtrakt, über Hautverletzungen oder die Bindehäute aufgenommen. Im Wasser und in feuchten Böden überleben die Leptospiren einige Wochen. Es gibt sogenannte Dauerausscheider, die, ohne selbst deutliche Symptome zu zeigen, Leptospiren bis zu 4 Jahre lang ausscheiden können. Es gibt verschiedene Typen von Leptospiren, die auch verschiedene Krankheitssymptome verursachen.

Symptome beim Hund:

Leptospira icterohaemorrhagiae (Weilsche Krankheit): Hohes Fieber, Gelbsucht, Mattigkeit, Fressunlust, Brechdurchfall und Schleimhautblutungen sind die häufigsten Symptome.

Leptospira canicola (Stuttgarter Hundeseuche):

Fieber, Fressunlust, Mattigkiet, Brechdurchfall, Blutungen, Nierenentzündung, Blut im Harn, sowie Austrocknung und Abmagerung

Symptome beim Menschen:

Je nach Leptospiren-Typ kann es zu Fieber, Nierenentzündung oder Entzündungen der Gehirnhäute kommen. Prognose: Sie hängt hauptsächlich von der Schwere der Nieren- und Leberschädigung ab. Bei schweren Erkrankungen liegt die Sterblichkeitsrate bei etwa 30%. Behandlung: Neben den nötigen Antibiotika gibt es je nach Schwere der Erkrankung und den betroffenen Organen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Prophylaxe: Eine jährliche Impfung bietet verlässlichen Schutz gegen diese schwere Erkrankung.  Quelle: www.tierarzt-wien.at